Zumutung Paradigmenwechsel – weiter geht’s am 21. Juni!

26. Mai 2022

Weg vom Denken in Fächern, von Leistungsdruck und Bulimie-Lernen – BNE zum Kerngeschäft an allen Schulen zu machen und damit einen Paradigmenwechsel zu vollziehen, ist eine Zumutung im besten Wortsinn: Es braucht Mut zu einem „gewissen Maß an Disruption, die Menschen dazu bringt, die Sicherheit des Status quo oder ihres ‚üblichen‘ Denkens, Verhaltens oder Lebens zu verlassen.“ (Rahmenprogramm zur Umsetzung von BNE 2030, Paragraph 4.2)
Die Online-Etappe 17 Anfang Mai hat eines überdeutlich gemacht: Schüler*innen, Kolleg*innen, Schulleitungen, Wissenschaftler*innen, Gewerkschafter*innen und Bildungsaktivist*innen, ebenso wie die Vertreter*innen der BNE in der Bildungspolitik – alle sind sich einig, dass BNE, verstanden als Gestaltungs- und Handlungsraum für transformative Bildung, deutlich stärker strukturell verankert werden muss, und zwar nicht nur an unseren Schulen, sondern auch bereits in der Lehrer*innenausbildung.
Wenn wir also im Jahr 5 nach dem Erscheinen des Nationalen Aktionsplans noch immer Lichtjahre davon entfernt sind, was wir bis 2030 erreicht haben wollen, muss jetzt Tempo drauf – auch in Form von deutlich mehr finanziellen Ressourcen für die Implementierung von BNE.

Aufdruck, den wir auf unserer 17/17-Reise gesehen und für uns mitgenommen haben.

Was können wir als Bewegung BNE-engagierter Lehrer*innen und Lehramtsstudierender dazu beitragen? Was könnten nächste konstruktive gemeinsame Schritte sein?
In den Etappe-17-Breakouts gab es dazu schon spannende Impulse und Ideen, die wir sehr gerne mit euch weiterspinnen möchten, und zwar am Mittsommer-Dienstag, den 21. Juni 2022 ab 19 Uhr. Über diesen Link könnt ihr euch direkt in den Zoom einloggen: https://fffutu.re/BNE_Mittsommertreffen
Eingeladen sind ausdrücklich nicht nur Lehrkräfte, sondern alle, die sich in unterschiedlichen Kontexten für BNE stark machen. Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid!

Im Laufe des 17/17-Projekts ist eine argumentative Schatzkiste rund um BNE entstanden – nutzt gerne die Videos und Menti-Ergebnisse für eure Aktivitäten und euer BNE-Lobbying und teilt sie weiter:
17/17 – Der Film zur Deutschlandreise der Teachers: https://www.youtube.com/watch?v=2ZOsGmX5yvo
Etappe 17: 17 Mega-Statements für einen Paradigmenwechsel: https://www.youtube.com/watch?v=0uV3zvU2iBM
Etappe 17: Mentimeter-Ergebnisse: https://cloud.teachersforfuture.org/index.php/s/krAiSbYZSsc9mGL
Teachers for Future Homepage: https://teachersforfuture.org/

17/17 – Friedensfilm

11. Mai 2022

„Informiert euch und helft den Menschen mit euren Mitteln!“

Schüler:innen für den Frieden

Ihre Schulen sind über ganz Deutschland verteilt, sie kennen einander nicht – sind aber alle Teil des 17/17-Projekts: Schülerinnen und Schüler des mediacampus frankfurt, der Schweitzerhof-Grundschule in Berlin, des Reclam-Gymnasiums in Leipzig, der beruflichen Schule RBB GESO in Schwerin, des Heinrich-Hertz-Gymnasiums in Hamburg und des Wentzinger-Gymnasiums in Freiburg haben ihre Aktionen und Gedanken zum Krieg in der Ukraine filmisch dokumentiert. Herausgekommen ist ein berührendes und aufrüttelndes Dokument, das leider nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat, obwohl die Aufnahmen bereits vor rund zwei Monaten entstanden sind.

17/17 – läuft!

13. März 2022

Diversity in Freiburg, Klimagerechtigkeit in Nürnberg und eine nachhaltige Schülerfirma in Jena – die ersten drei Etappen unserer Tour durch alle Bundesländer waren einfach nur toll! Wir sind beeindruckt von den Gedanken, Ideen und dem Engagement der Schüler*innen und schon total gespannt auf die nächsten Stationen!! Weiter geht’s in Leipzig am Reclam-Gymnasium, wo das hochaktuelle SDG 16/“Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ im Fokus steht. Auf unserem Insta-Account teachersforfuture.germany halten wir euch täglich auf dem Laufenden – schaut gerne rein! Nora & Timo

Weitere Infos, Fotos und die Anmeldung zur Abschlussetappe nun auch unter der Projektseite auf unserer Homepage!

17/17 Kickoff

12. Januar 2022

Heute war die KickOff-Veranstaltung für das 17slash17-Projekt mit Vertreter*innen der teilnehmenden Schulen aus allen Bundesländern. Neben gegenseitigem Kennenlernen und Vernetzung gab es einen spannenden Input von Stefan Rostock (Germanwatch) zu BNE2030 und dem Handprint-Konzept. Schön, dass ihr alle dabei wart!

Post von ganz oben – Reaktionen auf die Diensteid-Kampagne

15. Dezember 2021

Sowohl die – seit wenigen Tagen nicht mehr amtierende – Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, als auch die Präsidentin der Kultusminister*innen-Konferenz, Britta Ernst, haben auf unseren Offenen Brief zum Diensteid-Dilemma reagiert.
Beide bedanken sich für das Engagement und die Arbeit von Teachers for Future und heben die wichtige Rolle hervor, die Lehrer*innen im Kontext des klimapolitischen Diskurses innehaben.
„Lehrerinnen und Lehrer können bei der Moderation dieser Diskussionsprozesse einen wichtigen Beitrag leisten.“, heißt es von Anja Karliczek. „Ich bin Ihnen deshalb dankbar, dass Sie und der Verein ‚Teachers for Future“ das Augenmerk auf diese wichtigen Zusammenhänge lenken.“
Und die Präsidentin der KMK, die brandenburgische Kultusministerin Britta Ernst, bekräftigt: „Die Thematik dieser Aufgabe [des gesellschaftlichen Diskurses zum Klimawandel] ist nicht die eines Unterrichtsfachs, sondern stellt eine wichtige Querschnittsaufgabe aller Fächer dar.“
Das Dilemma der unterzeichnenden Lehrer*innen bleibt indessen bestehen und wird auch durch eine selbstredend dem Beutelsbacher Konsens verpflichtete Unterrichtsgestaltung nicht aufgelöst.
Dazu wäre eine Klimapolitik vonnöten, die dem Pariser Klimaabkommen wirklich Rechnung trägt. Auch wenn die neue Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag einige Schritte in die richtige Richtung getan hat – für „deutlich unter 2 Grad“ reicht das noch nicht.

Teachers for Future e.V. im Gespräch mit der baden-württembergischen Kultusministerin Theresa Schopper

5. Oktober 2021

Anlässlich der Übergabe des Offenen Briefs zum „Diensteid-Dilemma“ an die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper am gestrigen UNESCO-Weltlehrer*innentag fand im Kultusministerium ein kritisch-konstruktiver Austausch zur Leitperspektive BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) statt.

In diesem Zusammenhang wurde eine Reihe von Wünschen und Vorschlägen ans Kultusministerium formuliert, die im Sinne eines „whole school approach“ die unterrichtliche Vermittlung von und die methodische Herangehensweise an BNE, das schulische Alltagshandeln und die Entwicklung von politischer Handlungskompetenz zum Ziel haben (Dokument mit Wünschen und Vorschlägen).

Theresa Schopper nahm sich rund eine Dreiviertelstunde Zeit, um mit der Delegation aus vier bei Teachers for Future engagierten Lehrer*innen, darunter auch die beiden Bundesvorsitzenden Nora Oehmichen und Timo Graffe, in einen Austausch zu gehen. Die Kultusministerin betonte die besondere Bedeutung, die die Leitperspektive BNE angesichts der Klimakrise habe, räumte jedoch auch ein, dass BNE, obschon seit 2016 im baden-württembergischen Bildungsplan quer durch alle Fächer verankert, noch nicht im unterrichtlichen Alltag aller Schulen angekommen sei. „Wir brauchen hier deutlich mehr Verbindlichkeit und konkrete Vorgaben, wie für die Umsetzung der Leitperspektive BNE an den Schulen Räume geschaffen werden können“, erklärt Marie-Louise Spitta, Lehrerin an einer Gemeinschaftsschule in Wutöschingen. Und Thilo Schäfer, Berufschullehrer aus Tübingen, wünscht sich deutlich mehr Fortbildungen für Lehrkräfte im Bereich BNE. „Damit Nachhaltigkeit auch im Sinne der politischen Bildung an unsere Schüler*innen vermittelt werden kann, brauchen wir neben mehr zeitlichen Ressourcen vor allem gut ausgebildete Lehrkräfte. Leider ist BNE auch in der Lehrer*innenausbildung bislang eher ein Add-On“, so Schäfer.

Für die Zukunft regen die Teachers for Future an, einen „Think-Tank BNE“ ins Leben zu rufen, der die unterschiedlichen Perspektiven und Bedarfe von Schulleitungen und Lehrkräften, ebenso wie die im Kontext von BNE und Globalem Lernen in den letzten Jahren entstandenen Bildungstrends verstärkt auch ins Kultusministerium bringen kann. Diesen Gedanken nahm der ebenfalls beim Gespräch anwesende BNE-Beauftragte am Kultusministerium, der Regierungsschuldirektor Achim Beule, gerne mit: „BNE übersetze ich gerne mit ‚einfach machen‘“, so Beule. Man darf gespannt sein, welche Impulse sich aus diesem bundesweit ersten Treffen zwischen Vertreter*innen der Teachers for Future und der Spitze eines Kultusministeriums ergeben.

von links nach rechts: Marie-Luise Splitta, Thilo Schäfer, Theresa Schopper (Kultusministerin Ba-Wü), Timo Graffe, Nora Oehmichen

Das Diensteid-Dilemma. Interview in zukunftmachtschule

22. Februar 2021

Jana und Nora im Interview zur Kampagne Diensteid-Dilemma beim Podcast zukunftmachtschule.