Unser Selbstverständnis

Ein Gruppe von fünf Menschen

Wir sind ein Zusammenschluss von Lehrer*innen, Pädagog*innen und anderen schulischen Mitarbeiter*innen. Wir verstehen uns als Teil der „for-Future“-Bewegung und arbeiten auf allen Ebenen in Absprache mit den anderen for-Future-Gruppen.

Wir tolerieren keinen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus oder andere Ansichten, die nicht mit den Menschenrechten vereinbar sind.

Wir sind basisdemokratisch organisiert.

Zwei Kinder pflanzen einen kleinen Baum

Gleichzeitig stellen wir fest, dass die transformative Wirkung von „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ in unseren etablierten nicht-nachhaltigen Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen nur sehr begrenzt ist. Darum möchten wir uns für die Zukunft unserer Schüler*innen einsetzen und aus der Schule heraus in die Gesellschaft und auf die Politik wirken, um einen schnellen Wandel zur Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu erreichen.

Wir sehen die Schule als einen wichtigen Ort gesellschaftlicher Transformation hin zur notwendigen Nachhaltigkeit und kritisch-politische „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ als den entscheidenden Hebel für diese Transformation.

Wir sind überzeugt, dass wir es nicht allein den Kindern und Jugendlichen überlassen dürfen, unsere Welt vor der Zerstörung zu schützen. Darum stellen wir uns ausdrücklich hinter die von der Fridays-for-Future-Bewegung gewählte Protestform, den Schulstreik, da dieser der Dringlichkeit der Situation und der politischen Blockade von Klimagerechtigkeit angemessen ist.

Drei Lehrer tauschen Ideen aus

Dabei wollen wir als Lehrpersonen mit dieser Herausforderung nicht alleine bleiben, sondern tauschen Erfahrungen und Ideen aus und unterstützen einander in unseren Anliegen. Hier liegt der besondere Wert unserer lokalen und überregionalen Netzwerke und Arbeitsgruppen. Unsere Bewegung bietet ein breites Spektrum an Ideen, von Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Schule bis hin zum Aktivismus. Wir verstehen unsere Zusammenarbeit am gemeinsamen Ziel als Bereicherung und wertschätzen jeden konstruktiven Beitrag.
Dabei konzentrieren wir uns auf die Arbeit am Klima- und Biosphärenschutz und berufen uns auf die Erkenntnisse der anerkannten Wissenschaften, die auch die Grundlage des Schulwissens darstellen.

Unsere Forderungen

Unsere Forderungen gliedern sich im Sinne des Whole Institution Approach in drei Ebenen. Alle Forderungen und detaillierte Beschreibungen können in unserem Forderungspapier eingesehen werden. Hier eine Übersicht:

EBENE 1EBENE 2EBENE 3

VERMITTLUNG VON WISSEN UND KOMPETENZ

Hierzu gehören nicht nur entsprechende Inhalte, sondern auch zukunftsweisende Lernformate, innovative methodische Herangehensweisen und ko-kreative Prozesse zwischen Lehrenden und Lernenden. Wir fordern:

  • Räume und Ressourcen für BNE
  • BNE-Fortbildungen für alle Pädagoginnen in ihrer Rolle als Multiplikatorinnen
  • Bildungspläne für die Zukunft gestalten
  • Leistungen in BNE als gleichwertig anerkennen

SCHULE ALS NACHHALTIGER ORT

Der Anspruch, dass schulische Lernorte sich in Reallabore und Modelle für zukunftsfähiges Zusammenleben verwandeln und Schulen zu nachhaltigen, klimaneutralen Orten werden. Wir fordern:

  • BNE-Koordinator*innen an jeder Schule
  • Schulträger übernehmen Verantwortung für die Ausgestaltung klimaneutraler Schulen

POLITISCHE HANDLUNGSKOMPETENZ STÄRKEN

Die Entwicklung von Handlungskompetenzen bei allen Beteiligten, vor allem aber der jungen Generation, um Politik selbstwirksam im Sinne einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten und so einen aktiven Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Transformation zu leisten. Wir fordern:

  • Klare Signale und positive Verstärkung
  • Juristische Klarheit und Sicherheit für BNE-basierte Lernformate
  • Politische Bildung praxisorientiert
  • Demokratiebildung for Future
  • BNE muss in die schulischen Gremien
  • Einrichtung eines Think-Tanks auf Ebene der Kultusministerien