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Roadshow: Wir können auch anders!

Wenn es ums Klima geht, scheint vieles oft schwierig und kompliziert – aber ist wirklich alles so hoffnungslos? In einer sechsteiligen Doku-Serie begaben sich unter anderem Axel „Kommissar Thiel“ Prahl auf die Suche nach Menschen, die anpacken.

Die Menschen mit den guten Geschichten touren nun in einer Live-Show durch das Land. Dabei werden sie von niemand Geringerem als Maja Göpel begleitet, international bekannte deutsche Transformationsforscherin und Nachhaltigkeitsexpertin. Mit von der Partie sind noch weitere Protagonist*innen der Serie. Und damit die Kunst nicht zu kurz kommt, gibt es in jeder Stadt eine musikalische Einstimmung.

Soweit das Konzept der Roadshow, die am 22.5.23 auch im Stadttheater Münster Halt machte. Auch wir Teachers ließen uns die Gelegenheit nicht entgehen und waren zahlreich vor Ort!

Den Beginn machte am späten Nachmittag ein Markt der Möglichkeiten, der den Bogen spannte von den Helden auf der Leinwand zu den Lokalhelden. In Münster waren 17 Akteur*innen vor Ort – damit wurde gleich ein Rekord aufgestellt, denn so viele waren es in der Geschichte der Roadshow noch nie! So war ein buntes Vernetzen von nachhaltigen Initiativen zwei ganze Stunde in vollem Gange, als der Theatergong zur eigentlichen Bühnenveranstaltung rief.

Dort wurde das Publikum erstmal verzaubert. Frida Gold, bekannt durch Hits wie „Wovon sollen wir träumen“, schlugen im Akkustikset mal nachdenkliche, mal empowernde Töne an: „Ich habe keine Angst davor, dass die Welt sich weiterdreht“. 

Danach wurde eine Folge der sechsteiligen Serie „Wir können auch anders!“ auf großer Leinwand aufgeführt (übrigens in der ARD Mediathek abzurufen, eignet sich gut für den Einsatz im Unterricht!). Und siehe da, zwei der Akteure materialisierten sich in echt und Farbe auf der Bühne. Sie erzählten in einem sehr nahbaren Podiumsgespräch in Wohnzimmeratmosphäre von ihren Innovationen. Friedrich Büse etwa vom Fleischersatzproduzenten Endori stammt aus einer Metzgerdynastie, fand aber bei seiner Suche in ganzen 50 Ländern keine nachhaltige Inspiration für Fleischverarbeitung. So begann er, aus heimischen Proteinpflanzen attraktive Ersatzprodukten zu entwickeln. Oder Klaus Franken, der großes Potenzial im Umbau von Bestandsimmobilien sieht, und in Düsseldorf den Living Circle als bezahlbaren attraktiven Wohnraum aus der ehemaligen Thyssen Bürozentrale geschaffen hat.

Maja Göpel, deren Renommee viele an diesem Abend nach Münster gezogen hatte, jedoch kam leider nicht. Wegen einer Erkrankung musste sie sich an dem Abend zum großen Bedauern aller entschuldigen. Sie schickte eine Video-Grußbotschaft, in der sie die Wichtigkeit guter Ideen betonte, die vielfach schon existieren und nur vervielfältigt werden bräuchten.

Prominente Vertretung wurde jedoch organisiert mit Dr. Insa Thiele-Eich, Meteorologin und selbst ernannte Fastronautin, da sie als erste deutsche Frau ins All fliegen soll – und Klimaaktivistin. Es brauche den Blick vom All nicht, um die Zerbrechlichkeit der Erden zu kennen, stellte sie fest. Ihre Schönheit aber lehrt uns dieser Anblick. So könne auch die Zukunft in ihrer Schönheit und Verbesserung und nicht in ihrem Verzicht attraktiv für die Menschen gemacht werden. 

Wir haben etwas zu bieten – und wir sind stark, wenn wir öffentlich werden, uns vernetzen – da waren sich alle einig. 
Und dieser Abend im Stadttheater Münster hat dazu beigetragen, dass wir uns weiter die Hände reichen – und unser aller Handabdruck weiter vergrößert wird.

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