Was sind Kompetenzen?

Die wohl bekannteste Definition des Kompetenzbegriffs stammt von F. E. Weinert:

Kompetenzen sind die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen (die willentliche Steuerung von Handlungsabsichten und Handlungen) und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.“

Weinert 2014, 27f.

J. Leisen macht folgende Aussagen über den Kompetenzbegriff (Leisen 2011, 4ff.):

  1. Kompetenz = Wissen + (Wollen) + Handeln
  2. Kompetenz schließt Performanz mit ein, das bedeutet, dass man es nicht nur wissen muss, nicht nur können muss, sondern zeigt, dass man es kann 
  3. Kompetenzen werden im handelnden Umgang mit den Inhalten erworben, geübt, gefestigt

Was sind Nachhaltigkeitskompetenzen?

In Anlehnung an den Kompetenzbegriff von F. E. Weinert definiert W. Rieß et al.:

Gesamtheit der kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie damit verbundene motivatonale, volitionale und soziale Bereitschaften, um nachhaltigkeitsrelevante Probleme lösen und eine nachhaltige Entwicklung in privaten, sozialen und institutionellen Kontexten gestalten zu können.“

Rieß et al. 2018, 299

Literatur

Leisen, J. (2011): Kompetenzorientiert unterrichten. Fragen und Antworten zu kompetenzorientiertem Unterricht und einem entsprechenden Lehr-Lern-Modell. In: Unterricht Physik (123/124): 4 – 10. 

Rieß, W., C. Mischo und E.-M. Waltner (2018): Ziele einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schule und Hochschule. Auf dem Weg zu empirisch überprüfbaren Kompetenzen. In: GAiA – Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft 3: 298 – 305. 

Weinert, F. E. (32014): Vergleichende Leistungsmessung in Schulen – eine umstrittene Selbstverständlichkeit. In: Weinert, F.E. (Hrsg.) (32014): Leistungsmessungen in Schulen. Weinheim. Basel. 17 – 31.