Aktuelles

03.02.2022

#wirwerdenlaut – Offener Brief zur 5. Welle

Über 100 Schülersprecher*innen, darunter zahlreiche Landesschülersprecher*innen, fordern die Bundesbildungsministerin, den Bundesgesundheitsminister und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz dazu auf, angesichts der Fünften Corona-Welle die Situation an den Schulen deutlich zu verbessern und vor allem, endlich diejenigen in die Entscheidungen mit einzubeziehen, die am unmittelbarsten betroffen sind: die Schüler*innen selbst. „Wir haben unsere Belastungsgrenze erreicht. Endlich wird die psychische und körperliche Gesundheit von uns Schüler:innen stärker thematisiert. Dieser Diskurs sollte ehrlich und öffentlich mit statt nur über uns geführt werden“, heißt es in dem Offenen Brief, der in acht konkreten inhaltlichen Forderungen mündet. Wir Teachers for Future unterstützen den Offenen Brief der Schüler*innen, der auch von zahlreichen Wissenschaftlerinnen ausdrücklich mitgetragen wird und unter dem Hashtag #WirWerdenLaut in den Sozialen Netzwerken verbreitet wird. Wir unterstützen die Aktion sowohl inhaltlich – als auch ausdrücklich die Herangehensweise der Schüler*innen, die auf großartige Weise zeigen, wie transformatives Lernen aussehen kann!

25.01.2022

Markt der Möglichkeiten

Markt der Möglichkeiten – Teachers for Future sind dabei! Der Markt der Möglichkeiten ist die digitale Messe für Lehrer*innen und außerschulische Partnerorganisationen und findet am 09. & 10. Februar 2022, jeweils von 16 – 19 Uhr statt.  Außerschulische Partnerorganisationen werden tolle Bildungsangebote vorstellen, Lehrer*innen und Schulleiter*innen können sich inspirieren lassen und einen Einblick in die Bildungslandschaft gewinnen.  

Sei auch Du dabei und vernetze dich mit Lehrer*innen und außerschulischen Partnerorganisationen aus ganz Deutschland!  Hier findet ihr alle Informationen im Überblick und den Link zur Anmeldung:
https://bit.ly/markt-der-moeglichkeiten-2022  
Die Teilnahme für Lehrer*innen und Schulleiter*innen ist kostenfrei.

12.01.2022

17/17 Kickoff

Heute war die KickOff-Veranstaltung für das 17slash17-Projekt mit Vertreter*innen der teilnehmenden Schulen aus allen Bundesländern. Neben gegenseitigem Kennenlernen und Vernetzung gab es einen spannenden Input von Stefan Rostock (Germanwatch) zu BNE2030 und dem Handprint-Konzept. Schön, dass ihr alle dabei wart!

15.12.2021

Teachers for Future beim RND-Podcast „Klima und wir“

Bildung für eine nachhaltige Zukunft ist aktuell das Thema im RND-Podcast „Klima und wir“. Dabei steht immer wieder auch die Forderung nach einem neuen Schulfach „Klima und Umwelt“ im Raum. Die „Teachers for Future“ halten davon aber nicht viel – im Gegenteil. „Wir finden weniger Fachunterricht sinnvoll“, sagt Nora Oehmichen, die Gründerin des Lehrer*innen-Vereins, der die Fridays for Future-Bewegung unterstützt.
Eine wichtige Kompetenz der Bildung für nachhaltige Entwicklung sei, das vernetzte Lernen zu fördern. Lernen funktioniere dann besonders gut, wenn nicht nur mehrere Kanäle angesprochen werden, sondern auch eine fachliche Vernetzung stattfindet: von Physik und Bio bis zu Sport und Musik.
Hier geht’s zur Sendung: https://open.spotify.com/episode/6ObYOak2B4oCGYCk18bCap – abonniert gerne den insta-Kanal von „klimaundwir“!

15.12.2021

Post von ganz oben – Reaktionen auf die Diensteid-Kampagne

Sowohl die – seit wenigen Tagen nicht mehr amtierende – Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, als auch die Präsidentin der Kultusminister*innen-Konferenz, Britta Ernst, haben auf unseren Offenen Brief zum Diensteid-Dilemma reagiert.
Beide bedanken sich für das Engagement und die Arbeit von Teachers for Future und heben die wichtige Rolle hervor, die Lehrer*innen im Kontext des klimapolitischen Diskurses innehaben.
„Lehrerinnen und Lehrer können bei der Moderation dieser Diskussionsprozesse einen wichtigen Beitrag leisten.“, heißt es von Anja Karliczek. „Ich bin Ihnen deshalb dankbar, dass Sie und der Verein ‚Teachers for Future“ das Augenmerk auf diese wichtigen Zusammenhänge lenken.“
Und die Präsidentin der KMK, die brandenburgische Kultusministerin Britta Ernst, bekräftigt: „Die Thematik dieser Aufgabe [des gesellschaftlichen Diskurses zum Klimawandel] ist nicht die eines Unterrichtsfachs, sondern stellt eine wichtige Querschnittsaufgabe aller Fächer dar.“
Das Dilemma der unterzeichnenden Lehrer*innen bleibt indessen bestehen und wird auch durch eine selbstredend dem Beutelsbacher Konsens verpflichtete Unterrichtsgestaltung nicht aufgelöst.
Dazu wäre eine Klimapolitik vonnöten, die dem Pariser Klimaabkommen wirklich Rechnung trägt. Auch wenn die neue Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag einige Schritte in die richtige Richtung getan hat – für „deutlich unter 2 Grad“ reicht das noch nicht.

28.11.2021

Mitglieder der Teachers for Future besuchen die BNE-Strategietage auf Haus Wasserburg

Das regelmäßig stattfindende BNE-Strategietreffen von Germanwatch und dem Haus Wasserburg bei Koblenz ließen wir uns in diesem Jahr nicht entgehen! Die Teachers stellten rund die Hälfte der Teilnehmenden, zu denen auch Menschen aus ganz unterschiedlichen außerschulischen Bildungskontexten gehörten. Stefan Rostock von Germanwatch und Thomas Hohn von Greenpeace gaben einen aktuellen Überblick über Umsetzung und Perspektiven von Bildung für nachhaltige Entwicklung, wie es in der Roadmap „BNE2030“ festgehalten ist. Es gibt viel zu tun – wobei wir sowohl top-down als auch bottom-up ansetzen sollten!
Weitere Inspirationen und Best Practice zur Umsetzung von BNE2030 gab es von Viveka Jani von Teri SAS New Delhi/Indien, von Oliver Kunkel, Lehrer und Autor von „Neugier entfesseln“, sowie von Miriam Remy vom FreiDay-Netzwerk.

05.10.2021

Teachers for Future e.V. im Gespräch mit der baden-württembergischen Kultusministerin Theresa Schopper

Anlässlich der Übergabe des Offenen Briefs zum „Diensteid-Dilemma“ an die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper am gestrigen UNESCO-Weltlehrer*innentag fand im Kultusministerium ein kritisch-konstruktiver Austausch zur Leitperspektive BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) statt.

In diesem Zusammenhang wurde eine Reihe von Wünschen und Vorschlägen ans Kultusministerium formuliert, die im Sinne eines „whole school approach“ die unterrichtliche Vermittlung von und die methodische Herangehensweise an BNE, das schulische Alltagshandeln und die Entwicklung von politischer Handlungskompetenz zum Ziel haben (Dokument mit Wünschen und Vorschlägen).

Theresa Schopper nahm sich rund eine Dreiviertelstunde Zeit, um mit der Delegation aus vier bei Teachers for Future engagierten Lehrer*innen, darunter auch die beiden Bundesvorsitzenden Nora Oehmichen und Timo Graffe, in einen Austausch zu gehen. Die Kultusministerin betonte die besondere Bedeutung, die die Leitperspektive BNE angesichts der Klimakrise habe, räumte jedoch auch ein, dass BNE, obschon seit 2016 im baden-württembergischen Bildungsplan quer durch alle Fächer verankert, noch nicht im unterrichtlichen Alltag aller Schulen angekommen sei. „Wir brauchen hier deutlich mehr Verbindlichkeit und konkrete Vorgaben, wie für die Umsetzung der Leitperspektive BNE an den Schulen Räume geschaffen werden können“, erklärt Marie-Louise Spitta, Lehrerin an einer Gemeinschaftsschule in Wutöschingen. Und Thilo Schäfer, Berufschullehrer aus Tübingen, wünscht sich deutlich mehr Fortbildungen für Lehrkräfte im Bereich BNE. „Damit Nachhaltigkeit auch im Sinne der politischen Bildung an unsere Schüler*innen vermittelt werden kann, brauchen wir neben mehr zeitlichen Ressourcen vor allem gut ausgebildete Lehrkräfte. Leider ist BNE auch in der Lehrer*innenausbildung bislang eher ein Add-On“, so Schäfer.

Für die Zukunft regen die Teachers for Future an, einen „Think-Tank BNE“ ins Leben zu rufen, der die unterschiedlichen Perspektiven und Bedarfe von Schulleitungen und Lehrkräften, ebenso wie die im Kontext von BNE und Globalem Lernen in den letzten Jahren entstandenen Bildungstrends verstärkt auch ins Kultusministerium bringen kann. Diesen Gedanken nahm der ebenfalls beim Gespräch anwesende BNE-Beauftragte am Kultusministerium, der Regierungsschuldirektor Achim Beule, gerne mit: „BNE übersetze ich gerne mit ‚einfach machen‘“, so Beule. Man darf gespannt sein, welche Impulse sich aus diesem bundesweit ersten Treffen zwischen Vertreter*innen der Teachers for Future und der Spitze eines Kultusministeriums ergeben.

von links nach rechts: Marie-Luise Splitta, Thilo Schäfer, Theresa Schopper (Kultusministerin Ba-Wü), Timo Graffe, Nora Oehmichen